Starke Sprintleistungen bei den Deutschen U16-/U20-Meisterschaften und in Wetzlar

Ein ereignisreiches Wochenende liegt hinter den Sprintern des Leichtathletik-Teams DSHS Köln. Bei den Deutschen U16- und U20-Meisterschaften vom 10. bis 12. Juli in Bochum-Wattenscheid sowie beim hochklassig besetzten „Puma Fast Arms Fast Legs“-Meeting in Wetzlar überzeugten die Athletinnen und Athleten mit persönlichen Bestleistungen und starken Platzierungen.

Bereits am Freitag sorgte die Startgemeinschaft Köln bei den Deutschen U20-Meisterschaften in der 4×100-Meter-Staffel für Spannung bis zum Schluss. Das Quartett mit Johannes Oskar Geier (Jahrgang 2007), Ben Steinhoff (2008), Jonathan Elias Reich (2007) und Moritz Hagen (2009) belegte in 41,02 Sekunden den undankbaren vierten Platz. Besonders bitter: Die Zeit hätte im vergangenen Jahr noch für die Silbermedaille gereicht.

Die Ausgangslage für die Staffel war alles andere als optimal. Aufgrund zweier kurzfristiger muskulärer Verletzungen musste die Mannschaft mit dem Reserveläufer des eigentlichen Ersatzläufers antreten. Dadurch fehlte wertvolle Zeit für ein erneutes Wechseltraining. Trainer Jörg Kölsch ordnete die Leistung dennoch positiv ein: „Alle haben ihr Bestes gegeben, und Platz vier ist immer undankbar.“

Am Samstag standen die 100-Meter-Wettbewerbe auf dem Programm. Jonathan Reich überzeugte bereits im Vorlauf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 10,73 Sekunden und qualifizierte sich damit direkt für das Halbfinale. Johannes Geier verpasste seine persönliche Bestzeit in 11,06 Sekunden nur um sechs Hundertstelsekunden.

Auch im Halbfinale zeigte Reich mit 10,74 Sekunden erneut eine starke Leistung. Allerdings hatte er das Pech, als einziger Halbfinalläufer ohne Windunterstützung antreten zu müssen, während die beiden anderen Rennen von Rückenwind mit 1,5 beziehungsweise 2,0 Metern pro Sekunde profitierten. „So ist der Kurzsprint im Freien – bisweilen eben auch ein Glücksspiel“, erklärte Kölsch. Für den Einzug ins Finale wären letztlich 10,66 Sekunden erforderlich gewesen.

Am Sonntag folgten die 200-Meter-Läufe. Nachdem Jonathan Reich im vergangenen Jahr überraschend Rang vier erreicht hatte, war die Konkurrenz in diesem Jahr deutlich stärker. Mit einer Vorleistung von 21,96 Sekunden reiste er lediglich als 25. der Meldeliste nach Bochum-Wattenscheid.

Doch Reich steigerte sich eindrucksvoll: Bereits im Vorlauf stellte er mit 21,73 Sekunden eine neue Saisonbestleistung auf und sicherte sich damit gerade noch einen Platz im A-Finale. Dort legte er noch einmal nach und verbesserte sich auf starke 21,67 Sekunden, was ihm am Ende einen hervorragenden sechsten Platz einbrachte. Damit zählt Jonathan Reich weiterhin zu den besten deutschen 200-Meter-Sprintern der U20-Klasse.

Schon am Freitag hatte Elias Fries beim traditionsreichen „Puma Fast Arms Fast Legs“-Meeting in Wetzlar ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 22-Jährige steigerte sich über 100 Meter auf herausragende 10,58 Sekunden. Nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels mit der U23-Staffel über 4×100 Meter am vergangenen Wochenende darf sich Fries nun berechtigte Hoffnungen auf einen Start bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven in zwei Wochen machen

 

Foto: Niklas Pohl