Deutscher Meister! Gold, Bestleistungen und starke Perspektiven für das LT DSHS Köln

Mit einer Goldmedaille, gleich mehreren persönlichen Bestleistungen und einem rundum gelungenen Auftritt hat das LT DSHS Köln bei den Deutschen U18/U23-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Auch wenn das Team in diesem Jahr klein war, sorgten die Athletinnen und Athleten mit ihren Leistungen für große Begeisterung.

Der Höhepunkt des Wochenendes ließ nicht lange auf sich warten: Bereits am Freitag sprintete die 4×100-Meter-Staffel der männlichen U23 sensationell zum deutschen Meistertitel. In der Besetzung Johannes Geier, Elias Fries, Jonathan Reich und Ole Harmuth setzte sich das Quartett in starken 40,42 Sekunden gegen die nationale Konkurrenz durch und krönte sich mit Gold.

„Aus der geplanten Medaille wurde sogar Gold“, freute sich Trainer Jörg Kölsch. „Die Jungs haben meine Prognose von 40,50 Sekunden sogar noch unterboten. Die Wechsel waren gut – und trotzdem ist da sogar noch Luft nach oben. Wir sind bewusst nicht volles Risiko gegangen, weil das läuferische Potenzial auch so für eine Medaille gereicht hat.“ Besonders erfreulich: Mit zwei Jugendlichen und zwei Athleten, die der U23 noch ein beziehungsweise zwei Jahre angehören, besitzt die Staffel beste Perspektiven für die Zukunft.

Im Einzel lief es für die Sprinter unterschiedlich. Elias Fries verpasste über 100 Meter nach 10,89 Sekunden den Halbfinaleinzug denkbar knapp um lediglich vier Hundertstelsekunden. Ole Harmuth musste sein 200-Meter-Halbfinale in aussichtsreicher Führung nach rund 130 Metern aufgrund einer muskulären Verletzung abbrechen. Nun richtet sich der Blick auf die Deutschen Meisterschaften der Aktiven in drei Wochen, bei denen er möglichst wieder angreifen soll.

Für das nächste Ausrufezeichen sorgte Tino Bovender über 400 Meter Hürden. Bereits im Vorlauf pulverisierte er seine persönliche Bestzeit und zog souverän ins Finale ein. Dort legte der U23-Athlet noch einmal nach: Mit einer starken Schlussgeraden verbesserte er sich auf 52,62 Sekunden, lief erneut Bestzeit und sicherte sich einen hervorragenden fünften Platz. Gleichzeitig erfüllte er damit die Norm für die Deutschen Meisterschaften der Aktiven.

Trainer Basti Fiene freute sich besonders über den Leistungssprung seines Schützlings: „Endlich ist der Knoten geplatzt. Tino hat seine starke Form jetzt auch im Wettkampf auf die Bahn gebracht. Nach der Bestzeit im Vorlauf konnte er im Finale noch einmal zulegen. Ich bin absolut happy, dass er sich für seinen Einsatz belohnt hat.“

Auch die U18 überzeugte: Ben Wehner verpasste im Stabhochsprung die 4,80 Meter nur hauchdünn, stellte mit 4,70 Metern jedoch seine persönliche Bestleistung ein und belegte damit einen hervorragenden vierten Platz.

Entsprechend zufrieden fiel das Fazit von Vereinspräsident Norbert Stein aus: „Es war für uns ein richtig gutes Wochenende. Wir hatten zwar kein großes Team am Start, aber viele haben hervorragend abgeliefert. Das absolute Highlight war natürlich der Staffelsieg. Die Jungs haben es spannend gemacht und sich am Ende riesig über Gold gefreut – und wir uns mit ihnen. Genauso beeindruckend war Bens vierter Platz im Stabhochsprung. Er hat sich in seiner Altersklasse toll entwickelt und wird uns sicher noch viel Freude bereiten. Und bei Tino ist endlich der Knoten geplatzt. Zwei Bestleistungen an einem Wochenende und eine Zeit unter 53 Sekunden – das ist aller Ehren wert. Dieses Wochenende macht richtig Lust auf das, was in Zukunft noch kommen kann.“

Mit einem deutschen Meistertitel, starken Platzierungen und vielversprechenden Leistungen hat die LT DSHS Köln eindrucksvoll bewiesen, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Das erfolgreiche Wochenende in Bochum-Wattenscheid macht Lust auf die kommenden Meisterschaften – und auf alles, was diese junge Mannschaft in den nächsten Jahren noch erreichen kann.

Foto: Niklas Pohl